
Kritiken
Arabella
Oktober 2021
Zdenka
Theater Bonn, Deutschland
„Insbesondere die Sopranstimmen der beiden Hauptfiguren (die Gastsängerinnen Nikola Hillebrand als Zdenka respektive Barbara Senator als Arabella) ragen neben der sinnlich-schwelgerischen Orchestrierung des Beethoven Orchesters heraus. Höhensicher und souverän glänzen Hillebrand und Senator unter anderem bei ihrem Duett im ersten Akt mit federnder Leichtigkeit und leisen Zwischentönen.“
„Den Gipfel besteigen die beiden im Timbre angemessen verschiedenen Sopranistinnen Barbara Senator (Arabella) und Nikola Hillebrand (Zdenka). Die eine klingt reifer, gedeckter, die andere offener und jugendfrischer, aber beide warten mit strömend differenziertem Wohllaut, mit unangestrengt großem Ton, fabelhafter Höhe und schönem Sotto voce auf. Wahrhaft ein Fest der Strauss-Stimmen.“
„Nikola Hillebrand verkörpert diese Figur, die von ihren Eltern in Männerkleidung gesteckt wird, weil man nicht zwei Mädchen „standeswürdig ausführen“ könne, perfekt. Sie spielt die von den Dienstmädchen angehimmelte männliche wie auch die weibliche Seite der Zdenka gleichermaßen überzeugend und gefällt in dieser Rolle auch gesanglich. Ihr jugendlicher Sopran strahlt regelrecht.“
„Ebenso perfekt agiert Nikola Hillebrand, in Bonn schon als Marzelline in „Fidelio“ und als Königin der Nacht bekannt, als Zdenka. Ihr lyrischer Sopran passte absolut zu dem jungen Mädchen, das sein Geschlecht verleugnet und sich als Arabella ausgibt, um seinen Schwarm Matteo wenigstens für eine Nacht glücklich zu machen.“
„Barbara Senator als Arabella und Nikola Hillebrand als Zdenka, im Timbre ziemlich ähnlich, glänzen mit strahlenden, höhensicheren Sopranen nur so um die Wette. Dramaturgisch gesehen müsste da ein Abstand hörbar sein, der hier gering ausfällt, aber was soll's: Zwei junge Frauen fordern auch klanglich ziemlich intensiv ihr Liebesglück ein. Auch optisch gibt Nikola Hillebrand den jungen Mann, der sich unerwartet in ein engelsgleiches Mädchen verwandelt, perfekt (…).“














