
Kritiken
A. Vivaldi: Laudate Pueri
August 2021
KV 601
mit Václav Luks, Collegium 1704
The German soprano Nikola Hillebrand is praised for her bright, shining voice with a noble timbre, her lightness and sophisticated technique, and her heart-touching, charming presentation and her nuanced design.
Still at the beginning of her career, she has already sung at many leading opera and concert halls including Bavarian State Opera, the Glyndebourne Festival and the Wiener Musikverein.
In autumn 2020 Nikola will join the ensemble of the Semperoper Dresden as a soloist and will be here in the major roles of her subject such as Queen of the Night (Die Zauberflöte), Konstanze (Entführung aus dem Serail), Gilda (Rigoletto) and Gretel (Hänsel und Gretel) be experience.
„Nichts anderes als eine große Konzentration an Glücksgefühlen bescherte dann auch die phänomenal angenehme, bewegliche, florierende Stimme Hillebrands in dem so zum puren Hormon gemachten Psalm, in dessen Eröffnung sie – ob staccato oder legato – ihre von famoser Atemtechnik unterstütze Eleganz ausspielen konnte. (...) Die Hörer einzunehmen vermochte der Sopran überdies mit einer kommunikativ-theatralischen Präsenz, zu der im „Sit nomen Domini“ und aus einem Piano-Aufgang entstehenden „A solis ortu“ eine stilistisch fruchtige Phrasierungs-, Deklamations- und Spitzentongabe kam, die man getrost als reines Leuchtfeuer beschreiben kann.
Nach dem pulsierenden „Excelsus“ und dem feurigen „Suscitans“ schien dies hell und deutlich in die Dramatik der Oper, als ein effetreiches, tänzerisches „Ut collocet eum“ zum ergreifenden „Gloria Patri“ führte. Dort accompanierte Julie Braná mit dem wohl Quantz gewidmeten Traversflöten-Obligato den von Liebe und Güte beseelten Anruf, dem nach einer kurzen klammerartigen Wiederholung des „sicut erat in principio“ zum Anfang eine natürliche „Amen“-Aria folgte. Hillebrands darin entäußerte virtuose, entzückende Bravura-Energie möge den angebeteten Herrn im Himmel in erfüllender Weisheit bewegen, sie und das Publikum noch oft derart miteinander in verheißungsvolle Beziehung zu bringen.“
